Über mich

Im Jahr 2015 begann ich ein duales Studium. Beim dualen Studium studiert man zwar, hat aber wie bei einer Ausbildung einen Arbeitgeber an seiner Seite. Man wird behandelt wie jeder andere Angestellte. So hatte ich nach einem Jahr auch die Möglichkeit Mitarbeiteraktien zu kaufen. Von da an war mein Interesse geweckt und ich begann mich mehr mit dem Thema Wirtschaft und Börse zu beschäftigen.

Ich habe angefangen mich hauptsächlich im Internet zu informieren, habe auf Youtube „Aktien mit Kopf“, „Finanzfluss“ etc. geschaut. Daraufhin habe ich mich dazu entschlossen ein Depot zu eröffnen, um mich auch privat an der Börse zu engagieren.

Da mir der Dieselskandal übertrieben vorkam habe ich am 03.11.2015 meine ersten Aktien gekauft: 7x Aktien der Porsche Holding SE. Ob mir damals schon bewusst war, dass es sich hierbei hauptsächlich um ein Investment in die VW AG handelte kann ich heute nicht mehr sagen. Wahrscheinlich dachte ich aber eher: „Geil, Porsche. Luxusautos werden sowieso gekauft“.

Nur wenige Monate später, im August 2016, „braucht ich dann das Geld“. Ich habe meine Aktien mit 10% Gewinn wieder verkauft. Bei einem Einzelkauf und -verkauf für nur 300€ haben die Gebühren den Gewinn vollständig aufgefressen. Das war mir aber in diesem Moment völlig egal. Ich wollte mir ein Motorrad kaufen. Da ich das Geld anders nicht hatte, musste halt das Depot dran glauben. Das würde ich heute so definitiv nicht mehr machen!

Mein Studium zu Ende neigte und ich bemerkte, dass trotz eines verhältnismäßig hohen Einkommens nichts hängen blieb. Also begann ich mich mehr mit dem Thema Finanzen zu beschäftigen. Hauptsächlich habe ich vermehrt Videos auf Youtube geschaut, von z.B. Kolja (Aktien mit Kopf).

Recht schnell bemerkte ich, dass meine nicht vorhandene finanzielle Bildung der Hauptpunkt war, wieso mein Kontostand jeden Monat fast wieder bei 0€ war. Trotz regelmäßigem Gehalt.

Dem Youtube-Algorithmus und Clickbait-Titeln sei dank, bin ich irgendwann auf die Videos von Bodo Schäfer gestoßen. „In 7 Jahren zum Millionär“, „Das System, womit Du Dich reich sparen wirst„.

Bodo Schäfer – Der Weg zur finanziellen Freiheit. Hörbuch.

Auch wenn ich heute dieser Investment- bzw. Finanzpornografie kritisch gegenüberstehe, hat dieses Buch mein Leben und meine Einstellung zu Finanzen fundamental verändert. Investmentpornografie ist das Spielen mit den Ängsten und der Gier von Menschen, um Ihnen Finanzprodukte zu verkaufen. Oft werden Bücher, Versicherungen oder auch gern mal den eigenen Fonds beworben.

Hier habe ich auf dem Blog noch ein ausführliches Review dazu geschrieben.

Am meisten im Gedächtnis geblieben sind mir Bodo’s Predigten, dass man seine inneren Glaubenssätze verändern muss. Auf Neudeutsch würde man wahrscheinlich Mindset sagen. Der Leser lernt den Unterschied zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten kennen. Für mich eines der wichtigsten Learnings im Finanzbereich.

Nachdem Bodo meine Einstellung zu Geld veränderte, war mein Wissensdurst geweckt und ich wollte mich unbedingt mehr mit meinen Finanzen auseinandersetzen. Ich bemerkte, dass ich zwar nicht besonders gerne lese, aber Hörbücher eine unglaublich gute Möglichkeit sind tote Zeit zu nutzen. Man kann auf dem Weg zur Arbeit bereits früh Morgens oder auf dem Heimweg ein paar Informationen aufnehmen und sich weiterbilden.

Robert Kiosaky - Rich dad, Poor dad

 Cover Rich dad, Poor dad

Ich schaute mich um und bemerkte nach einiger Zeit, dass es einen „All time Classic“ der Finanzliteratur – Rich dad, Poor Dad von Robert Kiosaky – kostenlos auf Spotify zu hören gibt.

Auch das zweite Buch von Robert Kiyosaki – Cashflow Quadrant – kann man kostenlos auf Spotify anhören. Ich kann Cashflow Quadrant ebenfalls sehr empfehlen. Welche fünf Learnings ich von aus dem (Hör-)Buch mitgenommen habe, findest du Hier. Review Cashflow Quadrant.

FAQ

Wie handhabe ich Nachkäufe?

Wie auf der Seite „Strategie“ beschrieben habe, habe ich eine konkrete Zielverteilung was die einzelnen Branchen angeht. Hier ist immer mein erster Ansatz: Ich schaue mir an, welche Branche aktuell in meinem Depot untergewichtet ist und kaufe dort dann nach. Wenn ich mich für eine Branche entschieden habe, überprüfe ich, die Top-Werte der Branche und schaue dann, ob mein bisheriger Investment-Case noch intakt ist und ich die vorhandenen Werte wieder kaufen würde. Dann kaufe ich nach. 

Ob ein Wert jetzt um 10%, 20% oder 30% eingebrochen ist interessiert mich nicht, solange der Kursverlust meiner Meinung nach unbegründet ist und mein Investmentcase noch intakt ist.

Ein Nachkauf tätige ich erst dann, wenn sich durch den Kursverfall die Branchenverteilung geändert hat. Somit kaufe ich praktisch „automatisch“ günstig nach.

Wann verkaufe ich?

Ich verfolge eine strikte Buy-And-Hold-And-Check-Strategie. D.h. ich kaufe alle Unternehmen immer mit einem sehr sehr langfristigen Horizont. Es mag aber dann doch schon mal vorkommen, dass ein Unternehmen sich nicht so entwickelt wie erwartet. Ich versuche immer auf dem Laufendem zu bleiben und zu beobachten wie sich meine Unternehmen entwickeln. Wenn mich ein Unternehmen langfristig mehrfach enttäuscht, z.B. durch eine Dividendenkürzung oder gar -streichung, dann überprüfe ich meinen Investmentcase. Warum habe ich das Unternehmen ursprünglich gekauft?

Wenn ich mit dieser Entscheidung nicht mehr zufrieden bin und in anderen Unternehmen deutlich mehr Chancen stehe, dann werde ich die Aktien verkaufen. Zu einem solchen Szenario ist es aber bisher noch nicht gekommen.